Vienna Jazzfloor Festival 2021

Nach dem fast punktgenauen Lockdown 2020, der zu einer Verlagerung des Festivals zu (höchst erfolgreichen) Streaming-Konzerten zwang, sollte bei der 23. Auflage des ViennaJazzFloor-Festivals wieder so etwas wie Normalität möglich werden in den elf Clubs der IG-Jazz.
Geprägt von zwei Jubiläen und einem Abschied: „40 Jahre Miles Smiles“, „25 Jahre Sargfabrik“, aber auch das „Aus“ für das „Blue Tomato“ (im November 1982 gegründet, Ende 2021 die Schließung weil das Haus in der Wurmsergasse umgebaut wird).

Das bedeutet eine Menge an „Abschiedskonzerten“ im „Blue Tomato“ – am 02. 11. Max Nagl/Otto Lechner/Patrice Heral, am 13. 11. Mats Gustaffson/Christof Kurzmann und 18. 11. Kollegium Kalksburg, um nur einige zu nennen.

Im „Miles Smiles“ wird das bereits 2020 geplante Konzert von Swantje Lampert nun am 10. 11. über die Bühne gehen, weiters am 17. 11. Berghammer & Paraskevopoulos und am 24. 11. Sophie Hassfurther & Peter Herbert.

In der „Sargfabrik“ feiert das neue Team u.a. mit Soia (12. 11.) sowie SA.HA.RA. feat. Orwa Saleh (24. 11.) das Jubiläum.
Höchst interessante Acts sind im „Club 1019“ zu erwarten: gleich zu Beginn am 02. 11. das „La Die Gaga Project“ – Tini Trampler erzählt die patriachalische Musikgeschichte neu. Die brandneue Formation JFF wiederum widmet sich dem modernen Groove Jazz (06. 11.).

Im „Gemischten Satz“ spielt das Lisa Rabl Trio auf (11. 11.), im „Local“ Edi Fenzl (25. 11.) und Stranzinger (27. 11.).

Jazz im Martinschlössl“ bedient das traditionelle Klientel mit The New Blue Note Six (03. 11.), die Neigungsgruppe Free & Impro kommt am 09. 11. mit Größen wie Dave Rempis/Tashi Dorji/Taylor Damon auf ihre Rechnung.

Im „Jazzland“ gastieren z.B. das Elisabeth Lohninger Quartett feat. Trevor Anderson (08. 11.), Carole Alston (12., 13. 11.) sowie das Bernhard Wiesinger Quartett feat. Dave Kikoski (16., 17. 11.)

Sol Indigo (06. 11.), die Dusha Connection (17. 11.) sowie die Ranzler (28. 11.) stehen u.a. im „Tunnel“ auf dem Programm.

Blues-lastig geht’s im „Reigen“ zu, der legendäre John Primer kommt samt Band am 15. 11. in die Hadikgasse 62, Neal Black & The Healers am 20. 11.

Last but not least heißt es täglich Jazz im „ZWE“ – einer der Höhepunkte: das Ghost Trio am 12. 11.

 


 

 

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FESTIVAL KALENDER 1.-30. November 2021 [PDF]


 

Die Clubs:


Jazzclub 1019

1019 JAZZCLUB in 1090 WIEN.

Dabei handelt es sich um keinen Zahlensturz. Ersteres steht für den Ten-Nineteen-Jazzclub, benannt nach einem Song von Eric Gales. Zweiteres ist die Postleitzahl der Club-Adresse in der Althanstraße.

Nach 25 Jahren Jazzcafé Bird habe ich 2016 an dieser Adresse die geeignete Location gefunden, um der lokalen, regionalen und internationalen Musikszene eine Live-Plattform und dem Publikum ein Programm für Performances unterschiedlicher Genres zu bieten. War gar nicht leicht, schließlich hatte sich das Lokal gleich beim Raimund-Theater einen Namen gemacht, die „Gewürztraminer“ haben dort ihre Karriere gestartet, die Gina Schwarz stand regelmäßig auf der kleinen Bühne, und ja, da gab es legendäre Sessions … Der durch den Song inspirierte Name ist im 1019 Programm: Unser Jazz darf durchaus funken und rocken. Wir wollen Grenzen erweitern oder überwinden. Bei uns spielen Acts aus den Bereichen Singer-Songwriter, Traditionalisten, Hard- und Bebopper, Musiker aus dem Fusion-Bereich bis hin zu BigBands – Aufzählung unvollständig …

Einen weiteren Schwerpunkt bilden regelmäßige Jamsessions unterschiedlicher Konservatorien und Musikschulen, Newcomer sind jederzeit gerne gesehen und gehört, jedenfalls immer willkommen.

«Ich bin kein Heuchler, ich mache Fehler auf der Bühne. Und meine Fehler sind laut. Aber das ist der Spaß an der Musik. Man lernt.» (Art Blakey)

Daher sind wir immer auf der Suche nach Acts, die Musik nicht einfach nur „machen“ sondern auch „leben“ und zu einem Erlebnis werden lassen.

Keep swinging!
Walter Schalitz


Blue Tomato

Seit 1982 versteht sich das Blue Tomato als kulinarischer aber auch kultureller Nahversorger ausserhalb der vielbegangenen und beworbenen Pfade der Innenstadt.

Livemusik abseits des Mainstream findet hier seit den späten 1980er Jahren statt, wobei neben internationalen Musikern vor allem der jungen heimischen Szene ein Spielort für ihre Experimente geboten wurde und wird.

Bei den wöchentlichen Sessions, die viele Jahre unter wechselnder Leitung von mittlerweile etablierten MusikerInnen stattfanden, lag der Schwerpunkt auf frei improvisierter Musik, und viele heute renommierte Künstler haben wir so das erste Mal gehört.

Das zehn Mal durchgeführte dreitägige Klavierfestival „Soundgrube 15“ präsentierte auf einem angemieteten Flügel jeweils sechs Konzerte zeitgenössischer Klaviermusik. Die KünstlerInnen der erfolgreichen Jazzwerkstatt Wien begleiten den Club seit vielen Jahren und bespielen ihn immer wieder bei ihren Festivals. Für die Studenten des benachbarten Jazzkonservatoriums VMI bieten wir schon lange monatlich die Möglichkeit, Erarbeitetes in einem öffentlich Raum vor Publikum zu präsentieren und anschließend mit den Lehrenden zu jammen.

Engerer internationaler Kontakt besteht v.a. zur Szene Chicagos, Skandinaviens und Deutschlands. Dass deren Vertreter wie Ken Vandermark, Peter Brötzmann, Joe McPhee oder Mats Gustafsson immer wieder gern in den mit ca.50 Plätzen doch eher kleinen Club kommen und hier spielen, hat wohl mit dem Raum zu tun, der atmosphärisch und soundmäßig funktioniert. Es wird in der Regel akustisch gespielt, ohne großen technischen Aufwand und diese Unkompliziertheit und der direkte Kontakt zum Publikum auf der 20 Zentimeter hohen Bühne werden von vielen geschätzt.

Neben der frei improvisierten Musik, zeitgenössischem Jazz und klassischem Freejazz finden sich aber auch Vertreter der elektronischen Szene (etwa C.Kurzmann, Dieb13, W.Mitterer) und der aktuellen Wienerlied- Szene (z.B. Kollegium Kalksburg oder Trio Lepschi) regelmäßig im Programm.

 

Blue Tomato
1150 Wien | Wurmsergasse 21
Tel.: 01/985 59 60
mail@bluetomato.cc
facebook.com/bluetomato.cc
www.bluetomato.cc
Dienstag bis Donnerstag 19.00 bis 1.30 Uhr
Freitag und Samstag 19.00 bis 3.00 Uhr


Gemischter Satz

Direkt am Grinzinger Platzl, gegenüber der Endstelle der Linie 38, ist diese Lokalität beheimatet, die neben erlesenen Weinen aus der Umgebung (alle Weine stammen aus dem 19. Bezikr) und kleinen, im Hause frisch zubereiteten Köstlichkeiten für den Gaumen ein liebevoll gestaltetes Kulturwohnzimmer beherbergt. Im Rahmen von Hauskonzerten treten hier regelmäßig Musiker auf, die zwischen Liedermacher- Genre, Blues und Jazz anzusiedeln sind. Wobei hier stilistisch keine Grenzen gesetzt sind. Die Musikkultur in die Vorstadt zu bringen ist Ziel der Spielstätte. Junge Talente können sich präsentieren, auch bereits etablierte Künstler wie Willi Resetarits, Tini Kainrath, Hermann Posch u.v.a. kehren immer wieder gerne in den Gemischten Satz zurück um mit dem Publikum nahezu an einem Tisch zu sitzen und zu musizieren. Der Wohnzimmercharakter ist für Wien einzigartig und selten erlebt man eine musikalische Darbietung in der Nähe, die durch die Gestaltung des Raumes spürbar wird. Im Gemischten Satz merkt man, dass das Geschehen auf der Bühne für den Betreiber Christian Becker als Musiker eine zentrale Rolle spielt und die Hingabe zur Musik aller Genres Gewicht hat. Bei dieser Location handelt es sich um ein Haus mit Flair, in dem man sich zuhause fühlt und fernab von Konzerthallen hautnah am musikalischen Geschehen teilnimmt.


Jazzland

Das JAZZLAND wurde im Frühjahr 1972 gegründet – wohlgemerkt: nach Chr.

Schon damals war es unser Ziel, nicht nur die vielfältige heimische Jazzszene zu präsentieren, sondern unseren Spitzenmusikern auch die Möglichkeit zu geben, im Zusammenspiel mit internationalen Stars ihre Qualität und Klasse unter Beweis zu stellen – so waren die New-Orleans-Legende Albert Nicholas und der Swing-Gigant Ben Webster die ersten Glieder einen langen Kette großer Jazzer, die in den letzten 46 Jahren auf unserer kleinen Bühne mit heimischen Musikern die Fans begeisterten.

Sicher weit über 300 „Big Namen“ gastierten unter der Ruprechtskirche – Dave Liebman, Eddie „Lockjaw“ Davis, Shelley Manne, Teddy Wilson, Wild Bill Davison, Percy & Jimmy Heath, Mal Waldron, Warren & Alan Vache, Benny Carter, Sammy Price, Arnett Cobb, Lew Tabackin, Dexter Gordon, James Morrison, Steve Grossman, Memphis Slim, Kenny Davern, Jim Galloway, Big Joe Williams, Vince Herring, Joe Newman, Dick Wellstood, Ralph Sutton, Bud Freeman, Herb Ellis, Monty Alexander, Ray Brown, Mark Murphy, Oliver Jackson, Wild Bill Davis, Buddy Tate, Eddie Cleanhead Vinson, Joe Pass, Max Kaminsky, Phil Woods, Clark Terry, John Hendricks, Nat Pierce, Jimmy Woode, Diana Krall, Red Holloway, Little Brother Montgomery, Harry Edison und vor allen Dingen der große Art Farmer, der danach trachtete mit seinem Quintett jedes Jahr zumindest zwei Wochen im altehrwürdigen Keller unter der Ruprechtskirche zu gastieren.

Stilistisch wird man bei uns eher die klassischen Jazzstile von den 20-ern bis zum Einsetzen des Free Jazz zu hören bekommen, denn die aktuellen Strömungen werden von unseren Kollegen bestens präsentiert. Natürlich hoffen wir – trotz unseres fortgeschrittenen Alters – im Jahr 2022 das 50-Jahres-Jubiläum noch oberhalb der Erdoberfläche zu erleben – wer dann das Festprogramm bestreiten wird, steht noch nicht fest … aber wir haben eine erfreuliche lange Liste von höchst interessierten Weltklassemusikern notiert, die gerne mit den heimischen Jazzern ein solch außergewöhnliches Ereignis erleben möchten.

Bis dahin – alles Gute … Tilly & Axel Melhardt

 

Jazzland
1010 Wien | Franz Josefskai 29
Tel: 01/533 25 75
office@jazzland.at
facebook.com/Jazzland.Wien
www.jazzland.at
Montag bis Samstag 19.00 bis 1.00 Uhr
Sonntag geschlossen


Local

Das Local in den Wiener Stadtbahnbögen (U4, U4 Spittelau) wurde im Jahr 2008 eröffnet und veranstaltet jährlich zahlreiche Konzerte aller Musikgenres. Heimische Bands sowie Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt finden hier regelmäßig einen Ort, um die Musik live erlebbar zu machen. Auf der Bühne des Clubs konnten in der Vergangenheit neben Nachwuchstalenten und jungen, aufstrebenden Bands bereits Größen wie Jennifer Batten (Michael Jackson), Jimmy Roberts (Rod Stewart), Bernard Fowler (The Rolling Stones), Dan Reed, Marco Mendoza (Thin Lizzy) sowie zahlreiche Stars der österreichischen Musikszene wie Andy Baum, Ulli Bäer, Niddl, Christina Stürmer, 5/8erl in Ehr'n u.v.a. erlebt werden. Der Club besticht durch seine familiäre Atmosphäre und seinen heimeligen Charakter. Hausherr Christian Becker, selber Musiker, bringt in Sachen Livemusik sein Herz für die Kultur in unserer Stadt ein und somit kehren die Musiker stets gerne wieder an diesen Ort zurück um für unvergessliche Konzertereignisse zu sorgen. Alleine durch die Architektur des 12 Meter hohen Stadtbahnbogens und die Gestaltung des Innenraumes mit der Galerie, die jedem Besucher gute Sicht auf die Bühne ermöglicht besticht der Club als perfeke Örtlichkeit für Konzerte. Auch der Sound lässt keine Wünsche offen. Neben den Musikveranstaltungen gibt es an der Bar verschiedene Biere vom Faß, eine feine Auswahl an Weinen aus Österreich sowie Longdrinks, Alkoholfreies und Snacks. Ein Besuch lohnt sich!


Martinschlössl

Musik grundsätzlich und Jazz im Besonderen war und ist mir sehr wichtig. Zuerst als „Konsument“ und ab 2008 als Organisator und Veranstalter. Das kam so: Gerhard Woratschek von der „Extraplatte“ fragte mich damals, ob ich nicht ein Lokal wüsste, in dem der Chicagoer Saxofonist Ken Vandermark auftreten könnte. Durch den Tipp eines Freundes kam ich ins „Martinschlössl“ und zu einer wunderbaren Zusammenarbeit mit dem damaligen Betreiber Ernst Orasch.

Was am 6. Mai 2008 mit dem im Übrigen höchst erfolgreichen Auftritt von Ken Vandermark mit seinem Schlagzeuger Tim Daisy begann, wurde in den zehn Jahren seither als „Free Impro Jazz im Martinschlössl“ zu einem der Fixpunkte der Szene. Denn nach dem ersten Konzert meldeten sich immer wieder Musiker aus der Chicagoer Szene und auch Agenturen.

Im November 2010 dann einer der ersten Höhepunkte: Der Auftritt des „Peter Brötzmann Chicago Tentet“. Und es sollte nicht der einzige bleiben, denn sowohl Brötzmann als auch die Musiker dieser legendären Formation waren in den Jahren darauf immer wieder hier zu sehen und zu hören. In den vergangenen zehn Jahren sind zahlreiche internationale Jazzmusiker aus den USA, Europa und Japan in dieser Konzertreihe aufgetreten. Viele bekannte Namen wie Barry Altschul, Hamid Drake, Charles Gayle, Toshinori Kondo, Dave Liebman, Joe McPhee, Evan Parker, William Parker, Eric Revis, Matthew Shipp u.v.a. scheinen in der Chronologie ebenso auf wie zwei der bedeutendsten Bands des „Free Jazz“: das „Schlippenbach Trio“ und das „ROVA Saxophone Quartet“. Auch eines der Urgesteine der heimischen „Free Jazz“-Szene, Fritz Novotny, ist mit seinen „ReformArt“-Ensembles im „Schlössl“ aufgetreten.

Aber es sollte nicht bei dieser einen Konzertreihe bleiben: 2009 entschloss ich mich, den musikalischen Spagat zwischen „traditionell“ und „free“ zu wagen. Seither tritt die „Blue Note Six“ im Rahmen von „Classic Jazz im Martinschlössl“ regelmäßig jeden ersten Mittwoch im Monat im „Martinschlössl“ auf, wobei die Band für jeden dieser Abende ein anderes musikalisches Thema zwischen „Dixieland“ und „Swing“ auswählt.

Heinz Henning („Der Jazz-Heinz“)

 

Gastwirtschaft „Martinschlössl“
1180 Wien | Martinstraße 18
Tel: 0676/5395017
info@jazzheinz.com
facebook.com/DerJazzHeinz
www.jazzheinz.com
Täglich 11.00 bis 23.00 Uhr


Miles Smiles

Das Jazz-Wohnzimmer in Wien

Eigentlich wollten sie die Gäste ja nur raus spielen, zur Sperrstunde, mit dem Jazz. Aber die sind erst recht geblieben. Damals, im „USW“ in der Laudongasse. Also, dachten sich der Christian Hofbauer und der Wulf Müller, die da als Kellner so nebenbei jobbten, da kann das gar nicht so schlecht sein, mit dem Jazz. Ihr Chef glaubte auch an die Idee, borgte ihnen Geld für ein eigenes Lokal. So einfach war das damals, vor bald 40 Jahren. Einen Namen zu finden war auch kein Problem. Der Miles Davis war sowieso der Größte für sie, und sein 1966 veröffentlichtes Album „Miles Smiles“ ein Markstein. Also …

Zur Eröffnung des knapp 40 m² großen „Jazz-Wohnzimmers von Wien“ spielte ein gewisser Eberhard Weber mit dem Bill Frisell, die waren damals noch ganz frisch in der Szene. Übrigens – der Miles war nie dort, dafür aber so gut wie alle Wichtigen, der Paul Zauner, der Karl Heinz Miklin, der Wolfgang Puschnig, und wie sie alle heißen.

Die Plattensammlung, eine Hinterlassenschaft eines der Gründungsväter, ist legendär, ebenso der Toast. Ebenso einige Produktionen, die im Dunstkreis entstanden sind.

Der Christian Hofbauer hat dann das Geld zurück gezahlt, der Wulf Müller ging nach London zu Universal. Sein Co hat sich dann auch bald aus dem Nachtgeschäft zurückgezogen, die Familie …

Christoph Prisching folgte, er war ja schon vorher Stammgast, also warum nicht gleich. Jetzt ist er aber zurück in die Steiermark, und unterstützt die „Neuen“, die aber eigentlich auch schon immer da waren, mit ein paar Ideen. Schließlich soll doch beim ViennaJazzFloor immer ein eigenes Motto gefunden werden. Auch wenn es immer schwieriger wird, im Wohnzimmer live zu spielen …

 

Miles Smiles
1080 Wien | Langegasse 51
Tel. 01/405 95 17
facebook.com/Miles-Smiles-130217420359918
www.miles.at
Sonntag bis Donnerstag 20.00 bis 2.00 Uhr
Freitag und Samstag 20.00 bis 4.00 Uhr


Reigen

Am 8. September 1989 begann mit einem Konzert von Johnny Griffin die Veranstaltungstätigkeit im „Reigen–Live“, einem Saal, der aus dem historischen „Schönbrunnkeller“ entstand, in dem schon in den 50er Jahren Jazzkonzerte stattfanden. Ohne Förderungen, aber mit viel Begeisterung, wurden jährlich etwa 150 Konzerte veranstaltet, tausende internationale wie heimische Musikerinnen und Musiker traten auf, darunter zahlreiche Größen des Jazz, Blues, Reggae und der lateinamerikanischen Musik. Dazu gibt es im Reigen eine leistungsfähige Gastronomie mit guter Küche auch im Veranstaltungssaal bei den Konzerten.

1998 war der Reigen Gründungsmitglied der Ig-Jazz, einer Kooperation von 10 Wiener Musikclubs, die jährlich ein Clubfestival im November, genannt „Viennajazzfloor“ veranstalten, das von der Kulturabteilung der Stadt Wien unterstützt wird.

2005 folgte in Zusammenarbeit mit Bluesexperten Mag. Dietmar Hoscher die Gründung des mittlerweile längsten Bluesfestivals der Welt, dem „Vienna Blues Spring“, jeweils vom 20.3.bis 30.4. mit rund 42 Konzerten und über 300 MusikerInnen. 2019 wird das bereits 15. Festival mit einem besonders dichten Programm gefeiert werden.

30 Jahre Reigen live

Im September 2019 wollen wir 30 Jahre Reigen live im Rahmen eines kleinen Festivals feiern. Viele Stars der Szene spielten in den letzten Jahrzehnten im Reigen etwa Archie Shepp, Johnny Griffin, Joe Pass, Pharoah Sanders, Elliott Sharps Terraplane, Ron Carter, Abdullah Ibrahim, Flora Purim, Chico Cesar, Gilberto Gil, Airto Morreira, Baden Powell (spielte 1999 sein letztes Konzert im Reigen), Monty Alexander, LesMcCann, Eddy Harris, Don Cherry, Mike Stern, Renato Borghetti, Luther Allison, Sergio Mendes, John Scofield, Mike Stern, Popa Chubby, Brian Auger, Walter Trout sowie hunderte andere Künstlerinnen und Künstler, die legendäre und unvergessliche Abende im Reigen gestaltet haben. And the show goes on…

 

Reigen live
1140 Wien | Hadikgasse 62
Tel.: 01/89 40 094
kulturverein@reigen.at
facebook.com/kulturverein.reigen
www.reigen.at
Montag bis Freitag 18.00 bis 2.00 Uhr
Samstag und Sonntag 18.00 bis 4.00 Uhr


Sargfabrik

Die Sargfabrik – Wiens Zentrum für Weltmusik

Wien ist ein kultureller Schmelztiegel. Der Zuzug vieler Menschen aus dem ost- und südosteuropäischen Raum, aus diversen Regionen Afrikas, Asiens und Lateinamerikas steigt, jetzt vor allem aus dem Nahen Osten (Syrien) und zentralasiatische Raum (Afghanistan). Somit kommen auch künstlerische/musikalische Ausdrucksformen ins Land, die sich mit hier praktizierter Musik ungemein befruchtend verbinden. Ein eigenständiger Wiener Weltmusik-Klang ist im Entstehen. Bunt und vielfältig, innovativ mit spezifisch „wienerischer Note“. Die Sargfabrik ist ein wichtiger Teil dieser Entwicklung.

Neben der Weltmusik spielt Jazz eine zentrale Rolle in der Sargfabrik und ist aus dem Programm nicht mehr wegzudenken. Internationale Jazz-Acts, wie Marc Copland, Marc Ribot, Bill Frisell, Ernst Reijseger, Renaud Garcia-Fons, Marc Ducret, Uri Caine, Don Byron, Doug Hammond, Ngyen Le, Ibrahim Malouf, David Krakauer, Oregon oder Amina Claudine Myers u.v.m. sind immer wieder zu Gast in der Sargfabrik. Nicht nur internationale Jazzmusiker_innen, sondern auch nationale Jazzmusiker_innen, wie Wolfgang Puschnig, Mühlbacher’s USW., Ulrich Drechsler oder Karl Ratzer u.v.m. treten regelmäßig in der Sargfabrik auf und bereichern somit die musikalische Diversität des Programms.

 

1140 Wien | Goldschlagstraße 169
Tel.: 01/988 98 111
kulturhaus@sargfabrik.at
facebook.com/Sargfabrik
www.sargfabrik.at
Montag bis Freitag 18.00 bis 2.00 Uhr
Samstag und Sonntag 18.00 bis 4.00 Uhr


Tunnel

Jahrzehnte lang zählte „der Tunnel“ zu den angesagtesten Live-Clubs der Stadt. Der Georg Danzer ist da aufgetreten, die Marianne Mendt, der Alois Koch alias Al Cook, der Martin Wichtl mit dem „Spontan Music Trio“ hatte hier oft ein Heimspiel, er hat gleich um’s Eck gewohnt. Internationale Größen wie Big Kay McNeely oder Brian Auger waren von der heimeligen Atmosphäre begeistert, auch oder gerade wenn es gesteckt voll war.

Nach dem Tod des Gründers 2011 wurde der Betrieb des legendären Kellers bald eingestellt, das Lokal dämmerte vor sich hin. Dann kam Hans Litsauer, selbst seit Jahrzehnten in der Josefstadt verwurzelt, und machte es sich mit seinem Team zur Aufgabe, dieser kulturellen Institution neues Leben einzuhauchen. Seit 2015 ist viel passiert in diese Richtung, zuerst wurde das Lokal renoviert, ohne ihm den Charme zu nehmen. Das Speisenangebot ist ausgezeichnet (loben nicht nur die Konzertbesucher …), und bald war es für die heimische Musikszene wieder angesagt, im ebenfalls modernisierten Keller aufzutreten.

Ein wesentlicher Programmpunkt sind die regelmäßig stattfindenden „Open Mics“, die in unterschiedlichen Musikstilrichtungen wie Jazz, Blues, Rock, World Music und Alternative angesiedelt sind. Sie bieten sowohl für Nachwuchskünstler jeglichen Alters eine Plattform, als auch bereits erfahrenen Musikern die Möglichkeit, Kontakte und Austausch in ihrem Wirkungskreis zu pflegen. Abseits dieser Sessions finden im Tunnel fast täglich Konzerte unterschiedlicher Bands, Solomusiker oder Tanzgruppen statt.

Aber nicht nur der musikalische Bereich ist Hans Litsauer ein Anliegen: Bei zahlreichen Workshops haben Besucher oben in der Galerie die Möglichkeit, sich im Bereich der Bildenden Kunst auszubreiten und eigene Kunstwerke zu schaffen. Im Rahmen der Lesungen und Buchpräsentationen wird besonderes Augenmerk auf die Literatur gerichtet, dieser Schwerpunkt findet auch in Form des „Book Exchange Corners“ seinen Ausdruck. Nicht zuletzt ist es nicht nur das geschriebene, sondern auch das gesprochene Wort, dem im Tunnel Vienna Live Aufmerksamkeit geschenkt wird: Kabarett, Stand Up Comedy und Poetry Slams komplettieren das umfangreiche Musikprogramm auf der Kellerbühne.

 

Tunnel Vienna Live
1080 Wien | Florianigasse 39
Tel: 01/990 44 00
events@tunnel-vienna-live.at
facebook.com/tunnelvienna
www.tunnel-vienna-live.at
Montag bis Samstag 9.00 bis 2.00 Uhr
Sonntag 9.00 bis 24.00 Uhr


zwe

Eine kleine Clubkultur

Das ZWE wurde am 29. September 2007 als Kaffeehaus mit Jazz aus der „Konserve“ eröffnet. Die ursprüngliche Idee war ein Treffpunkt für Künstler aller Richtungen. Ein bis zwei Partys die Woche als pekuniären Ausgleich. Ein entspannter Jazzladen mit Wohnzimmerflair eben. Da ein guter Jazzclub aber nicht ohne Klavier auskommt, wurde ein Piano angeschafft. Diese Investition rief nach und nach die Musiker auf den Plan.
Ausgehend von wöchentlichen Jam-Sessions im Sommer 2008 entdeckte die heimische Jazzszene das ZWE als Spielplatz.
Durch Verbindungen der Lokalen Musiker zu internationalen Künstlern ergibt es sich auch dann und wann, dass Jazzgrößen aus aller Herren Länder, wie zum Beispiel Richie Goods, Danny Grissett, Don Menza, Lew Tabackin das ZWE in ihren Tourkalender einplanen.
Und weil diese Musik Nachwuchs braucht, haben sich fast wie selbstverständlich die Lehrinstitute (muk.wien, Kunst Uni Graz, Musikuni Wien, JAM Music Lab, VMI) eingefunden.
Wenn es sich um gute Musik handelt machen wir vor so gut wie gar nichts Halt. Konzerte und Jam-Sessions im Wohnzimmer bringen das Publikum in unmittelbare Nähe der Ausführenden.
Wir sind bemüht einen Abend lang die Menschen die zu uns kommen den Alltag vergessen zu lassen.
Individualität braucht das richtige Umfeld und genügend geistigen Spielraum.
Der Leitspruch im Zwe: „Fühlt Euch wie daheim, aber benehmt Euch nicht so“ Viele sind vom Namen irritiert, denn der Spitzname des „Koberers“ (Chef) Helmut Rainer mit bürgerlichem Namen, musste als Lokalname herhalten. Fazit: siehe oben.
Wir leben zwar aus der Vergangenheit, jedoch in die Zukunft.

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