Dienstag, 2. Juni 2026

Beginn: 19:30 Uhr
Eintritt: € 25  
Marie Spaemann bewegt sich unkonventionell zwischen Klassik, Soul und Jazz. Vom Prélude von Gaspar Cassadó über hebräische Volkslieder bis hin zu arabischer Liebeslyrik und eigenen Songs erzählt sie mit Cello, Loop-Station, ihrer charakteristischen Stimme und diesmal sogar mit Ensemble(!), Geschichten, die berühren und überraschen.

Nach ihrem Album Gap (2019), das Kluften sichtbar machte, führt die neue EP Both scheinbar gegensätzliche Welten zusammen. Inspiriert von der Kreativität ihrer Berliner Urgroßmutter, der Suche nach Vertrauen im Ungewissen und der Entdeckung ihrer westafrikanischen Wurzeln schöpft sie Kraft und Hoffnung für Begegnungen in einer immer komplexeren Welt.

Marie Spaemann bewegt sich souverän zwischen großen Bühnen und experimentellen Projekten: vom Cello-Konzert op.?37 mit der Norddeutschen Philharmonie über Auftritte im Konzerthaus Wien, Manhattan, Dubrovnik, Genf und Südkorea bis hin zur Eröffnung der Wiener Festwochen 2019. Daneben arbeitete sie mit dem Elektroswing-Produzenten Dunkelbunt, spielte bei Christoph Pepe Auer und begleitete Nikolaus Habjan. Zuletzt war sie Solistin in The World Of Hans Zimmer.

Marie Spaemann - Stimme, Cello, Loop-Station, Ensemble tba.

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Donnerstag, 11. Juni 2026

Beginn: 19:30 Uhr
Eintritt: € 29  

Sargfabrik Rooftop Festival

Drei Geschichtenerzähler am Werk: Franz Hautzinger, Matthias Loibner und Peter Rosmanith sind seit vielen Jahren befreundet – und haben unter dem Namen Brot & Sterne eine fesselnde musikalische Sprache gefunden, die sich zwischen Jazz, Filmmusik und Weltklang, zwischen Stille und Explosion, zwischen Erde und Traum bewegt.

Mit Trompete, Drehleier, Perkussion und unerschöpflicher Fantasie erschaffen sie einen Sound, der Räume öffnet – atmosphärisch dicht, farbenreich, erzählerisch. Jede Improvisation wird zur Landschaft, jede Melodie zum Ort, jede Stille zum Atemzug. Ihre Musik beschreibt nichts – sie lässt Bilder entstehen: leuchtend, rätselhaft und zutiefst berührend.

Ihre CD „Tales of Herbst“ erschien beim Berliner Label Traumton und wurde mit dem Ö1-Pasticcio-Preis ausgezeichnet.
Für die Ö1-Hörspielproduktion „Das Wechselbälgchen“ von Christine Lavant komponierte das Ensemble die Musik – das Werk wurde 2015 vom Publikum zum Hörspiel des Jahres gewählt und ist als Klangbuch im Mandelbaum Verlag erschienen.

Franz Hautzinger - Trompete, Elektronik, Matthias Loibner - Drehleier, Peter Rosmanith - Percussion, Hang

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Freitag, 12. Juni 2026

Beginn: 19:30 Uhr
Eintritt: € 29  

Sargfabrik Rooftop Festival

Konzertante Lesung in einer Fassung von Anne Bennent, Otto Lechner und Peter Rosmanith

Anne Bennent, Otto Lechner und Peter Rosmanith nähern sich Ilse Aichingers Meisterwerk mit Spieltrieb, Phantasie und Virtuosität. Der Roman erzählt von Verfolgung, Vertreibung und Vernichtung, doch selbst im Schrecken gewinnt die Sprache ihre magische Kraft zurück – und die Welt ihre Stimme.

Inmitten der alles überwältigenden Dunkelheit lassen Kinder die Geschichte sprechen. Bilder, Träume, Geschichten und Urteile fliegen durch Raum und Zeit, unaufhaltsam, waghalsig, immer wieder neu. Ihre Spiele befreien sie, ohne die Schatten ihrer Verfolger zu übersehen; und das Leuchten ihrer Worte lässt sich nicht einfangen.

Anne Bennent entfesselt die Maßlosigkeit der Sprache, die aus dem Buch quillt, sprengt Grenzen der Angst. Peter Rosmanith und Otto Lechner antworten virtuos, phantasievoll, stellen alles auf den Kopf. Eine kleine Ziehharmonika wird zum Orchester, hermetische Strukturen lösen sich zu absurden Resultaten auf. Und plötzlich merkt man: selbst inmitten von Grausamkeit ist noch ein Tänzchen möglich.

Anne Bennent - Stimme, Otto Lechner - Akkordeon, Schlagzeug, Peter Rosmanith - Perkussion

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Samstag, 13. Juni 2026

Beginn: 19:30 Uhr
Eintritt: € 29  

Sargfabrik Rooftop Festival

WANDL bewegt sich in einem Zustand zwischen Realität und Traum – psychedelisch, vage, fließend. Aus seiner Faszination für basslastige, lo-fi geprägte Klangräume entsteht ein Sound, der wie aus einer anderen Dimension wirkt.

Als Gesamtkünstler komponiert, produziert und singt WANDL nicht nur; er gestaltet auch Artwork und Videos selbst – ein vielschichtiges Universum, in dem Musik, Bilder und Atmosphäre ineinandergreifen. Seine Einflüsse reichen tief in Soul, Hip-Hop, elektronische und Clubmusik. Nichts daran ist glatt: Die schönsten Momente tragen stets etwas Brüchiges, Fragiles, Verzogenes in sich.

Seine Texte lassen Raum – sie öffnen Türen in eine Welt, deren Widersprüche viele überfordern. Von Wien aus sucht WANDL nach Momenten der Befreiung, und seine Stimme verändert sich dabei wie ein lebendiges Wesen, das mit den Sprachen und Stimmungen verschmilzt.

So entsteht ein schwebender Zufluchtsort aus Schatten und Sehnsüchten: düster und verspielt, zart und scharfkantig zugleich. Musik wie verblasste Erinnerungen im Fahrtwind – emotional treffsicher, körperlich spürbar, immer auf der Suche nach dem Echten.

Matti Felber - Schlagzeug, Ferdi Rauchmann - Keys, Giuliano Sannicandro - Gitarre, Lukas Wandl - Stimme & FX, Alex Kranabetter - Trompete

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Dienstag, 16. Juni 2026

Beginn: 19:30 Uhr
Eintritt: € 25  

Neue Musik im XIV.

Dem Janus Ensemble ist es wichtig, dass Tonkunst nicht bloß als musikalische Uniform für verschiedene gesellschaftliche Gruppen dient – etwa als klassischer Musikkonsum für die Bürgergesellschaft –, sondern ihre aufrüttelnde Kraft dazu nutzt, über die beunruhigenden Zeichen unserer Zeit nachzudenken. Allzu oft gibt sich Musik im Spannungsfeld zwischen Prekariat und Hochkultur unpolitisch und liefert lediglich das, was man von ihr erwartet: den Sound zum Kopf-in-den-Sand-Stecken.

Ein besonderes Merkmal des Janus Ensembles ist sein Fokus auf Werke an der Schnittstelle von Neuer Musik und Jazz. Für diesen Abend hat das Ensemble drei Komponist:innen gewählt, deren Schaffen genau in diesem Spannungsfeld eine besondere Rolle spielt.

Das Werk von Luna Alcalay, der „Grande Dame“ der seriellen Musik in Österreich, droht in Vergessenheit zu geraten. Gleiches gilt für die Arbeiten von Wolfgang Kubizek und Hans Steiner, die in einer Zeit entstanden, in der Unangepasstheit zum Grundprinzip künstlerischen Schaffens gehörte. Alle drei haben das JANUS Ensemble in seiner Frühzeit geprägt und sollen nun durch Wiederaufführungen neu gewürdigt werden.

Annegret Bauerle – Flöten, Elena Arbonies Jauregui – Klarinetten, Antonia Kapelari – Trompete, Flügelhorn, Paquito Ernesto Chiti – Horn, Joanna Lewis – Violine, Tomas Novak – Violine, Simon Schellnegger – Viola, Arne Kircher – Cello, Tibor Kövesdi – Kontrabass, Simon Raab – Klavier, Max Kanzler – Perkussion inkl. Vibrafon, Christoph Cech – Leitung

PROGRAMM:
Luna Alcalay (1928-2012): Im Zeichen des Janus Kopfes
Johann Karl „Hans“ Steiner (1962-2021): Bafomed, Wider den Regen
Wolfgang R. Kubizek (1959-2008):Tom

Mit freundlicher Unterstützung von BMWKMS (Kunstsektion) / SKE / Stadt Wien

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Videos/Streams zum Nachsehen:

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